16. März - 11. Juni 2018

Frühstück bei Monsieur Henri 

Von Yvan Calbérac

Regie: Angelika Ober

Bühnenbild: Peter Pittermann

Monsieur Henri ist ein Griesgram, wie er im Buche steht. In einem fort echauffiert er sich insbesondere über seinen Sohn Paul und dessen begriffsstutzige, geschwätzige Frau Valérie, die er für eine dumme Gans hält und natürlich auch über Gott und die Welt. Kein Wunder, dass er nach dem Tod seiner Frau keine neue Lebenspartnerin gefunden hat und alleine in einer viel zu großen Wohnung lebt. Genervt durch diese Situation vermietet Paul einfach  ein Zimmer, aus der Wohnung seines Vaters, ohne ihn vorher darüber in Kenntnis zu setzen. Und da steht sie nun, die junge Studentin Constance, das blühende Leben, frech, schlagfertig und voller Mutterwitz. Henri bleibt nichts anderes übrig, als zähneknirschend dem „Störenfried“ Zugang zu gewähren. Mit der neuen Situation klar zu kommen fällt Henri schwer, zumal die nicht ordnungsliebende Constance kein Tabu kennt, sich ungehemmt in der Wohnung breit macht, einfach seine Pantoffeln anzieht und auf dem heiligen Klavier seiner Frau spielt – ja(!) zugegebenermaßen „gekonnt“. Der frische Wind in seiner Wohnung weht ihm eine perfide Idee ins Hirn: Constance soll Paul so lange becircen, bis Paul sich hoffnungslos in sie verliebt und sich von seiner Frau trennen will. Im Gegenzug dafür darf sie  bei Henri ein halbes Jahr mietfrei wohnen.  Der Deal steht! Und siehe da, Henri taut auf – unter der harten Schale steckt ein weicher Kern. Die beiden werden zu eingeschworenen Partnern, was für Paul und Valérie schließlich zu ungeahnten Folgen führt…

Der César – nominierte Autor begeistert mit seiner charmanten Generationskomödie Jung und Alt. Mit französischer Leichtigkeit und geschliffenen Dialogen erzählt er die bezaubernde Geschichte, die Millionen von  Zuschauern auf der Kinoleinwand schon in ihren Bann gezogen hat.